AV-Receiver – Analoge Anschlüsse

AV-Receiver, Receiver analoge Anschlüsse, analoge Anschlüsse, AV-Receiver anschließenDie analogen Audio Anschlüsse sind sozusagen die Klassiker, die die meisten Leute kennen werden. Gemeint ist der klassische Cinch Anschluss, traditionellerweise mit Kupferkomponenten. Es geht hier um die Tonübertragung hin zum oder weg vom AV-Receiver. Der Ton wird hier nicht als Code sondern als physische Stromschwankung übermittelt. Die Stromschwankungen werden an die Boxen weitergegeben und erzeugen dann durch die Schwingungen in den Boxen den Ton. Verwendet werden in der Regel Leitungen mit koaxialem Aufbau. Das heißt es gibt einen Innenleiter und einen Außenleiter der eine abschirmende Wirkung gegen Störungen erzielen soll. Übertragen werden Nieder- und Hochfrequenzsignale.

Meist gibt es zwei Farben bei den Steckern die bei dem Gerät eingesteckt werden, welches den Ton zu einer Box oder einem Lautsprecher überträgt (in unserem Fall der AV-Receiver). Weiß ist der linke analoge Kanal und rot der rechte Kanal. Sowohl die Kabel als auch die Anschlüsse sind farblich gekennzeichnet, das heißt in der Praxis leicht zuzuordnen.

Der Sound

Diese Art der Soundübertragung hat leider ein paar entscheidende Nachteile. Sie ist recht störungsanfällig auf Erdschleifen. Die Bezeichnung mag einem nicht geläufig sein, das Summen oder Brummen das verursacht wird werden aber die meisten kennen. Um hier ein wenig entgegenzuwirken ist es entscheidend die richtige Kabellänge zu verwenden. Wenn ein zu kurzes Kabel durch eine Verlängerung erweitert werden muss, dann leidet das Signale bei jedem Übergang. Zusätzlich sollte man die Kabel nicht mit zu vielen anderen Kabeln in einen Kabelkanal legen, denn speziell reine Stromkabel sind hier starke potentielle Störungsverursacher. Gegen magnetische Störfelder sind sie allerdings immun. Auch sonst sind die Kabel sehr robust. Natürlich sollte man kein Audio Kabel mutwillig knicken, das Verlegen über Kurven ist aber mit koaxial unproblematisch.

Der zweite Punkt ist, dass ein echter Surround Sound durch den AV-Receiver nur in den seltensten Fällen realisierbar ist. Man ist auf Stereo Sound beschränkt. Dieser Sound kann natürlich über mehrere Lautsprecher / Boxen / einen Subwoofer ausgegeben werden, verfügt aber nicht über die Klangtiefe und das räumliche Spektrum eines echten Surround Systems. Fünf übertragene Kanäle sind die maximale Kapazität.

Welche Geräte?

Surround auf analogem Weg funktioniert ausschließlich bei AV-Receivern, die über einen Multi Channel Input verfügen.

Die Kompatibilität mit anderen Geräten ist nach wie vor wunderbar. So gut wie alle Geräte verfügen über die Möglichkeit ein analoges Signal zu senden oder zu empfangen. Auch die dünneren 3,5 mm Buchsen sind kompatibel, man braucht lediglich einen Adapter für das Cinch Kabel.

Speziell, wenn man ältere Geräte (z.B. PS 1, ältere PCs, XBOX 1. Generation,…) verwenden will, verfügen diese in der Regel nur über einen analogen Tonausgang, das heißt die Anschlüsse am AV-Receiver haben nach wie vor ihre Berechtigung. Gibt es diese Anschlussmöglichkeit nicht ist es möglich das Stromsignal über einen Adapter in ein Lichtsignal (TOSLINK) umzuwandeln und den optischen Eingang am AV-Receiver zu nutzen.

Subwoofer mit AV-Receiver verbinden

Zusätzlich zu den Lautsprecher-Anschlüssen bietet ein AV-Receiver auch immer eine (oder mehrere) Anschlussmöglichkeit für einen Subwoofer. Dieser Ausgang ist in der Regel auch entsprechend beschriftet und sollte so leicht zu identifizieren sein.

AV-Receiver bieten entweder einen einzelnen Cinch-Ausgang (eher seltener) oder zwei Cinch-Ausgänge für den Subwoofer. Wichtig ist hier zu wissen, dass immer nur ein Ausgang mit einem Subwoofer verbunden werden darf! Ignoriert man diese Regel kann man von massiven Verwerfungen bei der Tonqualität ausgehen.

Anschlüsse am Subwoofer

Subwoofer an Receiver, Subwoofer und Receiver verbinden, AV-Receiver Subwoofer, Sub an Receiver anschließenAm Subwoofer selbst findet man immer zwei Cinch-Eingänge.

Grundsätzlich kann man sagen, dass die Verbindung mittels koaxialem Cinch-Kabel hergestellt werden muss.

Jetzt stellt sich die Frage, welches Cinch-Kabel man eigentlich verwenden soll. Womit man grundsätzlich immer richtig liegt ist ein Y-Kabel. Das heißt es gibt einen Ausgangsstecker (für den AV-Receiver) und zwei Eingangs-Stecker auf der anderen Seite (rot und weiß – für den Subwoofer).

Bei vielen Subwoofern findet man bei einem der Eingänge die Zusatzbeschriftung „Mono“. Das ist der Hinweis darauf, dass ein normales Cinch-Kabel (ein einzelner Stecker auf beiden Seiten) ebenfalls ausreichend wäre um eine ordentliche Verbindung herzustellen. Hat man ein normales Cinch-Kabel zu Hause und möchte kein neues kaufen, dann ist es legitim diese Variante zu wählen.

Natürlich kann man dennoch zum Y-Kabel greifen. Dadurch kommt das Signal ein wenig lauter (ca. 3 dB) beim Subwoofer an. An der Klangqualität oder der Basskraft ändert sich dadurch nichts. Das heißt der Vorteil durch das Y-Kabel ist so minimal, dass man sich eigentlich kein extra Kabel für die Verbindung anschaffen muss. Die wenigsten Menschen haben ihren Subwoofer immer auf maximale Lautstärke eingestellt, deshalb kann man die etwas reduzierte Lautstärke durch die Mono-Übertragung schlicht durch den Lautstärkeregler nach Belieben ausgleichen.

Der Anschluss – Sub und Receiver

Das Anschließen selbst ist simpel, die Seite mit dem einzelnen Stecker in den AV-Receiver stecken, die Seite mit den zwei Steckern in den Subwoofer stecken (rot zu rot, weiß zu weiß, „IN“-Beschriftung). Bei einem normalen Cinch-Kabel steckt man es am Subwoofer in den Anschluss der mit „Mono“ und „IN“ beschriftet ist.

Die Kabellänge sollte möglichst so gewählt werden, dass nichts gestückelt werden muss. Ein einzelnes Kabel über die benötigte Distanz bewahrt die beste Tonqualität.

Die Kabel sind grundsätzlich sehr robust und können auch (vorsichtig) über Ecken und Kanten gelegt werden. Die besten Kabel sind beim Anschluss vergoldet, wodurch eine hohe Leitfähigkeit und ein verlässlicher Korrosionsschutz realisiert werden. Speziell in Wohnungen mit einer konstant hohen Luftfeuchtigkeit in den Räumen würden wir diese Variante empfehlen. Die vergoldeten Stecker sind aber empfindlicher gegen häufiges Ein- und Ausstecken weil Gold einfach ein sehr weiches Metall ist.

Anschluss HDMI + ARC

Receiver ARC, AV-Receiver mit ARC verbinden, ARC Anschluss, bester Anschluss ARCIn diesem Beitrag geht es um die Tonübertragung hin zum und weg vom (und evtl. wieder zurück zum) AV-Receiver. Hochwertigere AV-Receiver verfügen oft über ein Feature das sich HDMI ARC nennt. ARC steht für Audio Return Channel. Um die Vorteile dieser Technik zu verstehen muss man mögliche Aufbauten eines Systems mit AV-Receiver visualisieren.

Normale Verbindung

Verbunden ist beispielsweise ein DVD-Player über ein HDMI-Kabel mit dem AV-Receiver. Der wiederum ist mit dem TV-Gerät verbunden, ebenfalls mit einem HDMI-Kabel. Will man den Sound jetzt über extra Lautsprecher, die am AV-Receiver angeschlossen sind wiedergeben und empfängt der Fernseher aber noch HD-Sound über einen integrierten Receiver oder einen Antennenanschluss, muss das TV-Gerät noch einem mit einem Audio-Kabel (analog oder digital) mit dem AV-Receiver verbunden werden um die Sounddaten bereitzustellen.

Funktion des ARC

Mit dem HDMI ARC entfällt die Notwendigkeit der zusätzlichen Audio-Verbindung zwischen TV-Gerät und AV-Receiver. Das heißt man benötigt ein Kabel weniger damit das „Setup“ so funktioniert wie oben beschrieben. Der Fernseher kann über das bereits verwendete HDMI-Kabel die Audio-Daten zurückschicken. Zusätzlich zu diesem erhöhten Komfort ist das Signal auch noch gänzlich störungsfrei, vorausgesetzt die HDMI-Anschlüsse sind in Ordnung. Stereo und Surround Sound sind grundsätzlich möglich, mit kleinen Einschränkungen bei neuen HD-Audioformaten was die Surround Übertragung anbelangt.

HDMI ARC ist insgesamt in der Lage in nahezu allen Situationen wo man den Audio OUT des Fernsehers nützen müsste einen vollständigen Ersatz zu bieten.

Voraussetzung

Das Ganze funktioniert allerdings nur, wenn sowohl das TV-Gerät als auch der AV-Receiver HDMI ARC fähig sind. Das heißt wenn man bereits einen Fernseher zu Hause hat und überlegt in einen entsprechend hochwertigen AV-Receiver zu investieren, sollte man unbedingt vorher in der Betriebsanleitung nachsehen ob man überhaupt über die notwendigen Voraussetzungen verfügt.

Grundsätzlich ist jedes HDMI-Kabel in der Lage die Audio-Signale an den Receiver zurückzusenden. Mit einem Highspeed Kabel geht man aber auf Nummer sicher. Zu beachten gilt es, dass auch bei ARC fähigen Geräten nicht alle HDMI Anschlüsse mit dieser Technologie ausgestattet sind. Das heißt nicht wundern, wenn es nicht sofort klappt sondern entweder durchprobieren oder in der Anleitung nachlesen, welcher der richtige ist.

Übrigens

Auch zu beachten gilt es, dass die HDMI ARC Funktion bei den meisten Geräten die diese Technik unterstützen, nicht standardmäßig aktiv ist. Über das Systemmenü des Fernsehers und des AV-Receivers wird die Funktion aktiviert. Eine allgemeingültige Anleitung können wir an dieser Stelle leider nicht liefern. Zu unterschiedlich sind die Menüstrukturen sowie die verwendeten Begrifflichkeiten bei den unterschiedlichen Geräten und Marken. Hier hilft einem die Bedienungsanleitung, der Herstellersupport, ein findiger Verkäufer oder Google und Youtube mit Sicherheit weiter.

 

Nachteile / Schwächen

Die Qualität des übermittelten Signals hängt maßgeblich von der Länge des HDMI-Kabels ab. Grob kann man sagen, dass eine Länge von kleiner gleich 5 Metern die beste Qualität liefert. Kabel zwischen 5 und 20 Meter sind noch funktionstüchtig und Kabel mit 20 Metern oder länger senden ein schlechteres Signal oder gar keines mehr. Das heißt je länger desto störanfälliger.

Auch sollte nicht unerwähnt bleiben, dass ein HDMI-Kabel im Gegensatz zur optischen Übertragung nicht immun gegen Erd- bzw. Brummschleifen ist. Dadurch ist es trotz aller Vorteile störungsanfälliger als eine TOSLINK Verbindung. Hier gelten dieselben Empfehlungen wie bei koaxialer Übertragung. Nicht mit zu vielen anderen Kabeln (vor allem reinen Stromkabeln) in einen Kanal legen!

HDMI-ARC unterstützt grundsätzlich alle Formate die eine TOSLINK Verbindung auch unterstützt.

Das heißt die Schwäche bei HD-Audioformaten haben die zwei Systeme gemein. Eine Umwandlung in ein anderes Format wie beispielsweise Dolby Digital ist in manchen Fällen, abhängig von den Funktionen des AV-Receivers, möglich.

Will man diese High-End Surround Formate ausgeben, kommt man nicht darum herum das TV-Gerät zusätzlich mit einem HDMI-Kabel „zurück“ zum AV-Receiver zu verbinden.

AV-Receiver – Optische Anschlüsse

Was versteht man unter optischen Anschlüssen?

AV-Receiver, Receiver optische Anschlüsse, optische Anschlüsse, AV-Receiver anschließenGrundsätzlich geht es bei dem Thema der optischen Anschlüsse eines AV-Receivers um eine Möglichkeit der Tonübertragung. Gemeint ist damit in erster Linie das Zuspielen des Tons zum Verstärker (=AV-Receiver). Auch die Ausgabe kann über eine optische Übertragung realisiert werden.

In der Regel spricht man in diesem Fall von der digitalen Übertragung über eine TOSLINK-Buchse mit TOSLINK-Kabel. Es handelt sich um eine optische Übertragung, weil der Ton über einen Lichtleiter als Lichtimpuls gesendet wird. Das Empfänger-Medium verarbeitet diese Signale wie einen binären Code. Lichtimpuls bedeutet 1, kein Lichtimpuls 0.

Unterstützte Formate

So gut wie alle gängigen Abspielgeräte (CD, DVD, BluRay,…) verfügen heutzutage über einen TOSLINK-Stecker. Auch Fernseher Receiver, Desktop PCs und Notebooks sind sehr häufig in der Lage digitale Signale auszugeben.

Das System ist vielseitig. Übertragen wird der Ton ohne Qualitätsverlust mit sehr geringer Störanfälligkeit. Surround und Stereo sind möglich, wobei es beim Surround bei den neuen HD-Formaten mittlerweile Einschränkungen gibt.

Um den Surround Sound verarbeiten zu können muss er in Dolby Digital oder als DTS Signal (5.1 oder 7.1) verpackt an den AV Receiver gesendet werden. Der Receiver entpackt dieses Signal und gibt den Ton korrekt auf die verwendeten Boxen verteilt wieder. Will man mit dieser Übertragungstechnik Surround Sound in seiner Heimkino-Anlage nutzen dann sollte man vorher sicherstellen, ob das verwendete Medium das passende Format bereitstellt bzw. ob der AV-Receiver die gesendeten Datenformate dekodieren kann. Konkret sollte man deshalb beispielsweise in der Betriebsanleitung seines BluRay-Players nachlesen ob dieses Tonformat übertragen werden kann.

Die Übertragung von HD Sound ist mit diesem System allerdings nicht mehr vollständig möglich. Das liegt an den Grenzen in der Datenübertragungsrate. Neue Surround Formate wie etwa Dolby True HD können zwar übertragen werden, müssen aber vorher reduziert werden. Das heißt nichts anderes als die Anzahl der übertragenen Kanäle zu reduzieren. Dadurch sinkt die Qualität und speziell die Ausgabe der vorderen und hinteren Dimension des Tons wird beeinträchtigt.

Anwendung:

Zur Übertragung verwendet man ein TOSLINK-Kabel mit einem F05-Anschluss.

Die Buchse kann folgende Beschriftungen haben, die alle dasselbe meinen:

  • TOSLINK
  • SPDIF
  • OPTICAL
  • DIGITAL
  • OPT

Eine selbsterklärende Zusatzbeschriftung mit „IN“ oder „OUT“ gibt es ebenfalls.

Neben dem Standardanschluss gibt es auch TOSLINK Minikabel-Anschlüsse und entsprechende eigene Kabel. Die sind speziell bei Laptops durchaus verbreitet.

Hat man bereits ein Standard TOSLINK Kabel gibt es einen günstigen passenden Adapter um dieses dennoch verwenden zu können.

Ein paar Dinge gibt es in der Praxis aber zu bedenken. TOSLINK Kabel übertragen Licht über Glasfaserleitungen. Diese sind sehr empfindlich. Das heißt sie sollten nicht über Ecken und Kanten verlegt werden, da sie einfach zu leicht brechen.